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Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ 2018

 

Niveau „extrem hoch“

Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ in den neuen Räumen der Musikschule in Oberkirch

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IM WETTBEWERB: Celine Schwenk vor der Komponisten- Galerie im neuen Domizil der Musikschule in Oberkirch. Foto: jt
 
Von unserer Mitarbeiterin Julia Trauden
 
Achern/Oberkirch. Rund 230 junge Musiker aus dem Ortenaukreis haben ihr Können am Wochenende beim Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ in Oberkirch gezeigt. Der Wettbewerb wurde erstmals in den neuen Räumlichkeiten der Musikschule in Oberkirch ausgerichtet. Auch Talente aus Achern und Oberkirch qualifizierten sich für den Landeswettbewerb im März in Bietigheim-Bissingen.
In den Fluren des neuen Musikschulgebäudes am Hans-Furler-Gymnasium in Oberkirch ist es am Sonntagnachmittag erstaunlich ruhig. Nur dumpf klingen die Töne von Blasinstrumenten und vom Klavier aus den einzelnen Zimmern, in denen sich die jungen Musiker auf ihren Vortrag vor der Jury vorbereiten. An den Wänden hängen mit Goldrahmen versehene Porträts von großen Komponisten wie Bach und Beethoven – ihre Stücke dienen den Nachwuchsmusikern, die sich für „Jugend musiziert“ angemeldet haben, als Vorlage für ihre Darbietungen.
Rund 20 Minuten hat jeder Teilnehmer Zeit, um die sechsköpfige Fachjury aus Profi-Musikern zu überzeugen. Die Stücke, die sie vorspielen, müssen aus unterschiedlichen Epochen stammen und im Tempus variieren. So sollen die Kinder und Jugendlichen beweisen, dass sie verschiedene Stile beherrschen.
Celine Schwenk aus Achern ist eine der angehenden Musikerinnen und Musiker, die ihr Können am Wochenende unter Beweis stellen. Sie spielt Klarinette und macht bereits zum neunten Mal bei „Jugend musiziert“ mit. Zweimal hat sie es schon bis zum Bundeswettbewerb geschafft. Aufgeregt sei sie inzwischen nicht mehr, sagt die 18-Jährige, „ich habe eher Respekt“. Für die Abiturientin ist „Jugend musiziert“ nicht nur ein Sprungbrett für eine spätere Karriere als Berufsmusikerin – „das liest sich sehr gut im Lebenslauf“ – sondern auch eine interessante Gelegenheit, um andere Jungmusiker anzuhören. Sehr hilfreich findet Celine Schwenk, dass in diesem Jahr beim Regionalwettbewerb erstmals ein Beratungsgespräch im Anschluss an den Auftritt stattfindet. In dem Gespräch erklären die Jurymitglieder den Teilnehmern ihre Bewertung der Darbietung. Celine Schwenk erreicht mit ihrer Darbietung von Stücken von Mozart, Francis Poulenc und François Devienne 24 von 25 möglichen Punkten und darf sich auf den Einzug in den Landeswettbewerb im März freuen.
Sowohl die Jury als auch die Organisatoren von der Musikschule Achern-Oberkirch zeigen sich zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung – und loben das Können der jungen Musiker.
Das Niveau der Darbietungen sei „extrem hoch“, sagt Jurymitglied Barbara Zwetti, die in Österreich als Solistin und als Musiklehrerin für Saxofon und Klarinette arbeitet. Insgesamt gebe sie der Veranstaltung „zehn von zehn Punkten“.
Auch Rudolf Heidler, Leiter der Musikschule Achern-Oberkirch, zeigt sich sehr zufrieden mit dem Ablauf des Regionalwettbewerbs. „Die neuen Räumlichkeiten bieten ideale Bedingungen“, sagt er. Der Neubau biete zugleich Raum für das Einspielen vor dem Vortrag, für den Vortrag selbst und für die Beratungsgespräche danach, freut sich Hansjörg Stürzel, der Leiter der Geschäftsstelle der Musikschule in Oberkirch. „Es wird zu einer Regelmäßigkeit werden, dass der Regionalwettbewerb hier stattfindet“, sagt er. Bisher wurde dieser nur im Turnus in Achern, Offenburg und Lahr abgehalten.
Entgegen des Trends in anderen Landkreisen halte sich die Teilnehmerzahl bei dem Ortenauer Regionalwettbewerb recht konstant, führt Stürzel weiter aus. Zwar sei das Interesse der jungen Leute an der Musik zuletzt gesunken: Vor drei Jahren habe es einen „Tiefpunkt“ gegeben.

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