Donnerstag, 27 Februar 2020
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01.12.2019 Galakonzert 2019 18:00 Uhr Mensa Gymnasium Achern

 

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Stadtkapelle Achern 1808 e.V.

Von der Bundeswehr zur Stadtkapelle Achern

 

 

Von der Bundeswehr zur Stadtkapelle Achern

 

Norbert Hann bringt als neuer Dirigent Ideen mit

 
 
Achern. Norbert Hann wurde kürzlich zum Leiter der Acherner Stadtkapelle ernannt. Am vergangenen Freitag besuchte er das Probelokal im Maison de France, um sich ein Bild über das vorhandene Notenmaterial zu machen. Der erfahrene Orchesterdirigent und Musiker aus Leidenschaft wurde vor 50 Jahren in Temeschburg geboren. Hier wurde Hann die Liebe zur Musik bereits in die Wiege gelegt. „Meine Mutter spielte Akkordeon. Mit 15 zählte sie zum Ensemble einer Tanzkapelle, die sie später rund 30 Jahre leitete. An zwei Tagen in der Woche wurde bei uns zu Hause geprobt“, erinnert sich Hann. Bereits als Schüler trat er in Mutters Fußstapfen. Hann lernte Posaune und freute sich, erstmals als Zwölfjähriger bei den Auftritten der Tanzkapelle aktiv dabei zu sein. 1983 kam die Familie als Spätaussiedler nach Deutschland. 1987 beschloss Hann, sein Hobby zum Beruf zu machen. Er verpflichtete sich als Zeitsoldat und wurde beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden aufgenommen. Zum dualen System gehörte ein Studium zum Orchestermusiker in der Düsseldorfer Robert-Schumann-Hochschule für Musik. Nach dem erfolgreichen Abschluss wurde der Posaunist 1992 zum Heeresmusikkorps nach Ulm versetzt. Hier standen neben dem täglichen Übungsprogramm monatlich bis zu 35 Auftritte auf dem Dienstplan des aus rund 50 Musikern bestehenden Klangkörpers.Von unserem Mitarbeiter Wolfgang Winter

Schon bald hatte Hann nebenher das Dirigat bei einem kleinen Mittelstufenmusikverein übernommen. „Damals hatte ich vom Dirigieren noch nicht wirklich Ahnung und das meiste vom Abschauen bei meinen Chefs und Kollegen gelernt“, erklärt Hann. Um sich in dieser Kunst auszubilden, absolvierte er unter anderem einen zweijährigen, privaten Masterkurs bei Peter Vierneisel, dem Gründer und Leiter der Deutschen Dirigenten-Akademie. Weiterbildung ist bei Hann noch heute Trumpf. Die Redensart „man lernt nie aus“, gehört zu seinem Credo.
Von der Bundeswehr zur Stadtkapelle Nobert Hann
Taktgeber: Die ganz in schwarz gehaltene Konzertbekleidung muss für Alfred Hann erst noch erworben werden. Für das Foto schlüpfte der neue Dirigent der Acherner Stadtkapelle
in eine der vor Jahren ausgemusterten Paradejacken des Vereins.
Foto: edan
 
2003 übernahm Hann das Amt als Ausbilder in den Fächern Trompete, Horn, Tenorhorn, Posaune und Tuba beim Musikverein Steinheim. 2005 wurde er zum Chefdirigenten ernannt und quittierte 2007 seinen Dienst bei der Bundeswehr. Unter Hanns erfolgreicher Führung wurde aus dem Musikverein ein „Großes Blasorchester, das beste Beurteilungen bei Wertungsspielen auf Landes- und Bundesebene nach Hause brachte“, hob der Steinheimer Vereinsvorsitzende hervor, der ihn bei seiner Verabschiedung zum Ehrendirigenten ernannte. Um von seiner freiberuflichen Tätigkeit leben zu können, hatte der Dirigent zuletzt drei weitere Vereine betreut. Die fehlende Freizeit machte ihm zu schaffen: „Es gab kaum Ruhephasen, selten einen freien Abend und kein freies Wochenende.“ Nach der Kündigung machte Hann Nägel mit Köpfen, und zog im Mai nach Renchen-Ulm. Hier leben seine beiden Brüder, die ebenfalls Musik studierten. Bruder Alfred ist Dirigent des Musikvereins Ulm. Als Norbert Hann auf die Dirigentenstelle in Achern aufmerksam gemacht wurde, bewarb er sich. Das Dirigat empfindet er als eine „echte Herausforderung“. In Steinheim konnte er mit bis zu 55 Stammmusikern rechnen, von denen 40 bis 45 wöchentlich zur Probe kamen.
In Achern sei die Besetzung um einiges schwächer, auch bei der Nachwuchsförderung gebe es Handlungsbedarf. Hann weiß, dass „es auch in Zukunft nicht einfacher wird“, das Orchester zu verstärken. Er werde auf jeden Fall in der gemeinsamen Arbeit mit den Aktiven versuchen, „den Spaß an der Musik zu vermitteln und zu erreichen, dass die Musiker mit Freude in die Proben kommen“. Ein Allheilmittel habe er aber auch nicht. Das künftige Programm stehe noch in den Sternen. „Ich versuche die Musiker da abzuholen, wo sie stehen. Wir müssen uns erst aneinander gewöhnen. Dann werden wir sehen, was machbar ist“, erklärt Norbert Hann.
Beim Repertoire käme ihm sein Werdegang bei der Bundeswehr zu Gute. Vom profanen preußischen Marsch bis zur hohen sinfonischen Blasmusik habe er dort alles gespielt.

Norbert Hann übernimmt den Taktstock


 

Norbert Hann übernimmt den Taktstock

 

Neuer Dirigent bei der Stadtkapelle Achern

 
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NORBERT HANN (Mitte) wird neuer Dirigent der Stadtkapelle. Mit im Bild sind Oberbürgermeister Klaus Muttach und
Vorsitzender Jürgen Schmid (rechts). Foto: sta
 
Achern (red). Nach dem Ausscheiden von Rüdiger Müller zum Jahresende hat der Gemeinderat auf Vorschlag der Aktiven Norbert Hann aus Renchen-Ulm zum neuen Dirigenten der Stadtkapelle gewählt. Norbert Hann hat im Ausbildungsmusikkops der Bundeswehr sowie an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf Orchestermusik studiert. Als Militärmusiker war er im Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden sowie im Heeresmusikkorps in Ulm 20 Jahre aktiv. Zuletzt war Musikdirektor Hann Dirigent des Musikvereins Steinheim am Albuch (Kreis Heidenheim). Dort wurde er Ende November verabschiedet und zum Ehrendirigenten ernannt.
Nach einem qualifizierten Auswahlverfahren hatten sich mehrere Bewerber der Stadtkapelle mit einem Probedirigat vorgestellt. Nach den dort gewonnenen Eindrücken haben die Aktiven mit sehr eindeutiger Mehrheit die Empfehlung ausgesprochen, so die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Norbert Hann beginnt seine Tätigkeit als neuer musikalischer Leiter der Stadtkapelle zum Jahresbeginn 2020

Die Töne saßen auch ohne „Aufwärmer“

 

 

Die Töne saßen auch ohne „Aufwärmer“

 

Stadtkapelle Achern verbreitet auf dem Weihnachtsmarkt festliche Stimmung

Weihnachtsmarkt 2019
Die Acherner Stadtkapelle bei ihrem Auftritt im „Weihnachtsdorf“ – das Orchester sieht einem neuen Dirigenten entgegen, es gab bereits Probedirigate. Foto: sp
 
Achern (sp). Die Träume von „weißer Weihnacht“ erklangen, Rentier Rudolf mit der roten Nase „flog“ herbei, und die „Jingle Bells“ am Pferdegeschirr schellten, als die Stadtkapelle Achern ihr Gastspiel im Weihnachtsdorf gab.
Klirrende Kälte wie im Vorjahr hatten die Musiker zwar nicht mitgebracht, doch Marktmeisterin Monika Ross von „Achern aktiv“ stellte vorsorglich einen kulinarischen „Aufwärmer“ bereit, denn alle Töne sollten wie eine Eins sitzen. Daran ließen die erfahrenen Musiker unter der Leitung von Tobias Klemm auch keinen Zweifel aufkommen und begeisterten mit weihnachtlicher Musik in traditionellen und modernen Klangfarben, so dass die zahlreichen Zuhörer direkt bei der Bühne und auf dem Marktgelände ihre Freude hatten und bestens auf die schönste Zeit des Jahres eingestimmt wurde. Ob der Kultsong „Last Christmas“ erklang, im Stile von Dean Martin dem Schnee mit „Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!“ völlig relaxt begegnet wurde oder im verträumten Swing-Sound von „I’m Dreaming Of A White Christmas“ geträumt wurde, die Stadtkapelle zauberte von „I Wish You A Merry Christmas“ bis „Feliz Navidad“ eine tolle Weihnachtsstimmung auf das Marktgelände.
Auch die Musiker waren bester Laune, der Topf mit dem „Aufwärmer“ war komplett geleert, und alle freuen sich auf den neuen Dirigenten: Das Probedirigat mehrerer Kandidaten fand statt, eine Empfehlung wurde ausgesprochen, und nun muss noch die Stadt entscheiden.

Dirigent geht und Vorsitzender kündigt Wechsel an

 
 

Zeit des Abschieds

Dirigent geht und Vorsitzender kündigt Wechsel an

 
Galakonzert der Stadtkapelle
 
Seefahrer und Weltenbummler kamen beim Galakonzert der Stadtkapelle in der Mensa des Gymnasiums Achern restlos auf ihre Kosten. Die Stadtkapelle hatte ihr Jahreskonzert in der Zeit des Abschieds von Dirigent Rüdiger Müller und mit Blick auf einen im neuen Jahr anstehenden Wechsel des Vorsitzenden unter die Frage von Unterwegssein gestellt und damit höchst zutreffend getitelt.
Vorsitzender Jürgen Schmid hieß das Publikum mit einer kleinen Ehrung von zwei engagierten Jugendlichen willkommen. „Jana Quast und Anna Quast durften jüngst in Baden-Baden einen Bambi entgegennehmen. Zusammen mit vielen hundert Jugendlichen haben sie sich an der 72-Stunden-Aktion der katholischen Kirche beteiligt“, freute sich der Vorsitzende und überreichte Blumen. Fortan konnte Moderator Frank Stemmle ein höchst vitales und frisches Programm der Kapelle ankündigen. „Lassen Sie sich mitnehmen, werden Sie Weltenbummler und erleben Abenteuer, die es einst nur in der Welt der griechischen Götter, in Spanien oder bei den Iren gab“, motivierte der rundfunkbekannte Ansager, ehe die Kapelle von Stück zu Stück zeigte, wie viele Herausforderungen sie dank solider Ausbildung und gutem Zusammenhalt im Verein auf sich nehmen, gestalten und bestehen kann.
Mit den „English Folk Songs“ präsentierte das Orchester zwei sehr rasante Märsche voller Witz und Humor, die von einem ruhigen und bunten Intermezzo unterbrochen sind. Knisternde Spannung ließen die Musiker mit der sagenumwobenen Viper in Thomas Doss „La Voivre“ erleben, ehe sie mit „Cassiopeia“ von Carlos Marques mitten in die griechische Mythologie führten. Mit „The Legend Of Maracaibo“ malten die Musiker unter souveräner und nie hektischer Leitung von Rüdiger Müller Bilder der lange zurückliegenden Seeschlacht bei Vigo und der Suche nach einem legendären Silberboot.
Galakonzert 2019 nach Konzert1
ABSCHIED: Vorsitzender Jürgen Schmid und der scheidende Dirigent Rüdiger Müller (rechts).
 
 
Leidenschaftliches Temperament legte die Stadtkapelle auch nach der Pause an den Tag. Ob Haydn Woods „The Seafarer“ oder Terry Kennys „Suite On Russian Dances“, die sinfonischen Werke wurden ein- wie ausdrucksvoll entfaltet. Besonders fesselten die alten russischen Tänze, in denen das Orchester wohl bis an die Grenze der möglichen Geschwindigkeit ging und kaum Verschnaufpausen hatte. Ein wundervolles Epos bot man auch mit Johan de Meijs „Celtic Classics“.
„Rüdiger Müller brachte zu Beginn seines Acherner Engagements Johan de Meijs ,Songs Of Catskills‘ zur Aufführung. Heute dürfen wir die direkte Fortsetzung des Albums genießen“, erläuterte Frank Stemmle. Am Ende waren die Bravo- und Zugabe-Rufe laut und anhaltend. Rüdiger Müller kündigte als letztes Abschiedsgeschenk den „Marche de Libertad“ an, den Gerold Ronacher mit sehr feurigem Ausdruck geschrieben hat und den die Stadtkapelle mit höchstem Schwung und Charakter bot. „Lieber Rüdiger, ich habe vergeblich versucht, dich umzustimmen. Deine Gründe sind zu verstehen und ich darf dir für alles wertvolle Engagement hier Danke sagen“, fasste Jürgen Schmid am Ende zusammen. Von Orchestermitgliedern und aus dem Publikum in der nahezu vollbesetzten Mensa gab es lang anhaltenden Beifall.
„Wir sind eine stabile Gruppe. Es wird auch mit neuem Leiter gut weiter gehen“, zeigte sich ein Musiker hoch motiviert für eine weiterhin gute Zukunft der Acherner Vorzeigekapelle. Jürgen Schmid verkündete indes, dass bei der nächsten Jahresversammlung ein Nachfolger für die Position des Vorsitzenden gewählt werden muss. „In meinem Alter ist der Ruhestand dann auch verdient.“ Michael Karle

Galakonzert 2019 nach Konzert2
 
VIEL BEIFALL gab es für das Galakonzert der Stadtkapelle. Dieses stand ganz im Zeichen des Abschieds von Dirigent Rüdiger Müller. Fotos: mk

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