Donnerstag, 23 Mai 2024
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Stadtkapelle Achern 1808 e.V.

Galakonzert 2022

Bericht des Acher- und Bühler Boten vom 28.11.2022. Autor: Michael Karle

Ausufernder Beifall für anspruchsvolles Programm zum Start in den Advent

Leidenschaft, Temperament und viel Farbe brachte das Galakonzert der Stadtkapelle Achern. Tobias Klemm, Co-Vorsitzender der Kapelle, war schon zur Begrüßung begeistert: „Vor einem Jahr waren wir auf den Punkt vorbereitet. Wir mussten aufgrund der Infektionszahlen kurzfristig absagen. Heute sind wir sehr, sehr, sehr froh, dass wir vor einem solch gut gefüllten Saal spielen können.“ Moderator Frank Stemmle bestätigte, dass die Musiker heute top motiviert seien.

Zeigte die Kapelle schon mit Steven Reinekes „Pilatus – Mountain Of Dragons“, dass die Richtung klar nach oben vorgegeben ist und der Kampf mit wilden Drachen einem friedlichen Miteinander weichen soll, so präsentierte die Kapelle mit Carl Höhnes „Slavische Phantasie“ ein Glanzstück.

Thomas Neuberth, Berufsmusiker und langjähriges Mitglied der Stadtkapelle, hatte sich zuletzt mit einem Masterstudium in historischer Spielpraxis der Trompete stark gemacht. Mit dem Echokornett und dessen Möglichkeiten gab der Solist der slawischen Phantasie wundervolle Töne und eine Bandbreite, die sich von hoher Ausdrucksstärke bis zu faszinierender Innerlichkeit erstreckte.

Beeindruckendes Flötenspiel: Als „Celtic Flutes“ begeistern Maria Klemm und Melanie Neumann (von rechts) bei der Gala der Stadtkapelle Achern. Foto: Michael Karle

Beeindruckendes Flötenspiel: Als „Celtic Flutes“ begeistern Maria Klemm und Melanie Neumann (von rechts) bei der Gala der Stadtkapelle Achern. Foto: Michael Karle

Ein weiteres Glanzstück folgte. Maria Klemm und Melanie Neumann begeisterten als „Celtic Flutes“ bei Kurt Gäbles Stück. Liebe und Leid kamen hier deutlich ins Bewusstsein, auch den rhythmischen Anforderungen zeigte sich die von Norbert Hann souverän geleitete Kapelle gewachsen. Mit „Schindlers Liste“ präsentierte die Stadtkapelle einmal mehr ein Werk mit hohen Ansprüchen. Jörg Werner, Geigenlehrer an der städtischen Musikschule Achern-Oberkirch, brachte die Vielfalt der Gefühle, die Filmregisseur Steven Spielberg und Komponist John Williams 1993 mit der Darstellung des Holocausts ins Drama gebracht hatten, ins mitreißende Spiel, zu dem auch eindrückliche Klänge der Trauer und Klage gehörten. Feinfühlig, zart und nuancenreich stellte die Kapelle Claude Debussys „The Girl With Flaxen Hair“ vor, ließ hier ruhige und sehr bewegte Folgen genießen.

Mit höchstem Temperament kam die Kapelle nach der Pause auf die Bühne. Durchweg südamerikanische Rhythmen und Melodien füllten den zweiten Teil des Konzerts. Dass es im Wesen der Musik liegt, Freude zu bereiten, wurde auch hier stets deutlich. Ob bei Arturo Marquezs „Danzon NO.2“, bei Robert Sheldons „Danzas Cubanas“, oder Chuck Mangiones „Children Of Manchez“, die Stadtkapelle fand zu großer Leidenschaft und setzte mit „El Cumbanchero“ (Rafael Hernandez) ein ausdrucksstarkes Finale.

Thomas Neuberth und Florian Schuchter faszinierten bei den „Children Of Manchez“, Pianistin Susanne Fink setzte wundervolle Klavierparts. Das Bassregister gab ein gutes Fundament und die Percussion-Abteilung agierte mit schwungvollen Akzenten.

Am Ende erhielt die Kapelle ausufernden Beifall. Dem klangfeinen „Abschied der Slavin“ musste eine weitere Zugabe folgen, ehe ein begeistertes Publikum und eine nicht weniger frohe Stadtkapelle sich in den Advent verabschiedeten.

 

 

 

 

 

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